Historisches:

Das Tätowieren ist fast so alt wie die Menschheit.
Schon die Ägypter bedienten sich dieser Kunst. In verschiedenen Ur-Kulturen galt die Tätowierung für Frauen wie auch für Männer als Identifikationsmerkmal, teilweise war es nur tätowierten Frauen erlaubt, Festen oder Zeremonien beizuwohnen, da die bösen Geister sich vor Tätowierungen fürchteten und von Orten flohen, an denen tätowierte Frauen anwesend waren.
Im vorchristlichen Europa waren Tätowierungen unter so verschiedenen Völkern wie Griechen, Kelten, Germanen und Thrakern weit verbreitet. Mit dem Beginn des Christentums wurden sie jedoch verboten:
Ihr sollt kein Mal um eines Toten willen an eurem Leibe reissen noch Buchstaben an euch ätzen.
(III Mose 19, 28)

Trotzdem hielt sich das Tätowieren in der westlichen Welt. Zunächst war Tätowieren als "pricking" (stechen) bekannt, erst Ende des 18.Jahrhunderts brachte James Cook das polynesische Wort "tatu" in die westliche Welt.
Vor allem Seeleute und Verbrecher liessen sich tätowieren, um damit Männlichkeit zu beweisen. Die Methoden damals waren im Vergleich zu heute sehr
barbarisch und unhygienisch.
In der westlichen Gesellschaft zählten Tätowierte zu den Aussenseitern. Sie wurden als primitiv und pervers angesehen.
Obsession, Träume und Phantasien können offen zur Schau getragen werden und vielleicht einen Schlüssel zum Innersten des Trägers bieten.